Design Sprints
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Design Sprints - nicht nur was für Designer (1/2)

Thema: Microsoft Trends
Datum: 23.06.21
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Eloise Schüller

Design Sprints - nicht nur was für Designer 

Design Sprints sind ein Prozess für ein iteratives und vor allem schnelles Vorgehen. Hier geht es in besonderem Maße um Kreativität, um beispielsweise kritische Geschäftsfragen zu beantworten oder neue Produkte zu entwickeln und dabei den Kunden ganz eng einzubinden. Dabei eignen sich Design Sprints nicht nur für Entwicklungen, sondern für jede Art der Projektarbeit in der etwas mit mehreren Experten erarbeitet werden muss.

Warum Design Sprints so genial sind

Ganz einfach: Weil sie uns helfen, dass wir Perspektivenvielfalt bewahren und wir so ganz nah an den Bedürfnissen des Kunden entwickeln können. Wir entwickeln folglich das, was der Kunde wirklich will und braucht.

Oft wird hierbei gedacht, dass Design Sprints zwangsläufig immer etwas mit Design oder Entwicklung zu tun haben, jedoch können sich auch andere Teams diese Methode zu Nutze machen. Denn der Hauptvorteil dabei ist, dass es zu hundert Prozent auf den Kunden ausgerichtet ist und sehr auf das Experimentieren ausgerichtet ist. Bevor sich ein Team in einem Prozess verliert, in dem jede Idee zunächst komplett durchdacht und später oftmals zerdacht wird, gilt es beim Design Sprint zunächst einen ersten Prototypen zu entwerfen. So können Kunde und Dienstleister direkt am Objekt gemeinsam und konstruktiv über weitere Optimierungen diskutieren.
Ein Ansatz der sich offensichtlich auch für andere Bereiche adaptieren lässt.


Die fünf Phasen eines Design Sprints

Ein Design Sprint ist ein Vorgehen, das von einer neuen Denk- und Arbeitsweise geprägt ist und in der Regel aus 5 Phasen besteht.
Design Sprints
Sie sind neugierig geworden und wollen mehr über Design Sprints erfahren? In unserem zweiten Teil zeigen wir Ihnen, wie Sie diese Methode auch Remote einfach und effizient anwenden können.
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Erfahren Sie wie auch Sie durch besseres Wissensmanagement profitieren und wie Microsoft-Lösungen dabei unterstützen können.
Phase 1: Zu Beginn geht es darum den Kunden bzw. Den Endanwender zu verstehen. Und damit meinen wir nicht, sich in den Endanwender hineinzudenken und somit glauben zu wissen was den Kunden antreibt. Denn dies ist einer der häufigsten Fehler, der in einem Design Sprint gemacht wird. Es geht vielmehr darum, den Kunden durch verschiedenste tiefgehende Fragen zu verstehen und somit eine Vorstellung davon zu kriegen, was dem Kunden wirklich wichtig ist, was die konkreten Bedarfe und Wünsche sind. Eigene Annahmen gilt es dabei außen vor zu lassen, da es zunächst um die reine Aufnahme von Informationen geht. Der Spannungsbogen steigt dann in Phase 2.

Phase 2: Denn hier werden nun erste Ideen gesammelt und skizziert, die auf den Informationen der ersten Phase basieren. In diesem kreativen Part gibt es keine Einschränkungen, sondern jede Idee, jeder Gedanke, jeder Geistesblitz ist herzlich willkommen und wird zunächst festgehalten.

Phase 3: In Phase 3 wird schließlich entschieden welche Idee konkret getestet werden soll, indem geprüft wird, welche Idee die Bedürfnisse am besten erfüllt oder gar übertrifft.

Phase 4: Anschließend wird die gewählte Idee umgesetzt. Es entsteht der erste Prototyp, der die Grundlage für die weitere Arbeit gemeinsam mit dem Kunden am Produkt sein wird.

Phase 5: Das ist die entscheidende Phase. Hier ist der Prototyp fertig und wird mit dem Kunden überprüft. Gibt es Anpassungsbedarfe, so geht es erneut in die Schleife. Denn das Ganze ist ein iterativer Prozess, der gemeinsam mit dem Kunden durchlaufen wird. Zwar sind wir die Experten für die Umsetzung, allerdings ist und bleibt der Kunde der Experte für seine Kunden und seine eigenen Bedürfnisse.

Mit Design Sprints Kreativität fördern und strukturieren

Design Sprints fördern die Kreativität und sind damit sehr gut geeignet, um neue Ideen zu generieren und zu entwickeln. Darüber hinaus bietet das Vorgehen eine gute Koordination und Orientierung von Projektphasen, um sich nicht in Ideensammlung und Kreativität zu verlieren, sondern einen strukturierten Fortschritt in der Problemlösung sicher zu stellen. Gleichzeitig bieten die einzelnen Phasen jedoch sehr große Freiräume, was wiederum die Motivation und Beteiligung Ihrer Mitarbeiter stärkt.

Sie sind neugierig geworden und möchten erfahren, wie Sie die Design Sprints konkret umsetzen können?
In Teil 2 zeigen wir Ihnen, welche Anwendungen sich dazu eignen und was Sie konkret bei der Umsetzung eines Sprints beachten sollten.
Roderik Bojanowski
Marktthemenmanager Microsoft 365